Jahresbeginn

Feier-01
Ihr Lieben,
es ist schon wieder eine Ewigkeit her, seit ich Euch das letzte Mal mit hinein genommen habe in unser Leben. Die Zeit läuft einfach zu schnell…J
Nachdem ich Euch bei meinem letzten Eintrag hier im Blog gesagt habe, das nun die mageren Monate anstehen, bezüglich Gäste, wandelte sich für uns das Blatt, zumindestens für den  Januar. Andere Gästehäuser in der Stadt standen leer und wir hatten bis zum letzten Zimmer  das Haus voll, die Leute gaben sich die Klinke in die Hand…
Das war eine schöne Erfahrung der Fürsorge Gottes. Kurz nach dem Gästeansturm, stand für mich die Reise nach Uganda Soroti an. Diesmal nicht mit dem Bus von Tansania über Kenia nach Uganda, was ca. 32 Stunden Reise am Stück bedeutet hätte, sondern mit einer neuen Billigfluggesellschaft FastJet, von Dar es  salaam nach Entebbe, wo bei rechtzeitiger Buchung der knapp eineinhalb stündige Flug ungefähr genauso viel kostet, wie die lange Busfahrt. In Uganda selbst hatte ich eh noch wieder ca. 8 Stunden Busfahrt vor mir…
Vor mir lag eine recht intensive Seminarwoche mit ca. 50 Teilnehmern, alles Pastoren und andere Leiter, Lektionen über die Anwendung von Reichs Gottesprinzipien. Es ging um Themen wie Gottes Perspektive für unser Leben auf dieser Erde, Gerechtigkeit, Kultur, königliche Verfassung, Ausweitung des Reiches Gottes, Einstellung zu Geld und Besitz u.v.m. Alles aus dem Blickwinkel des Reiches Gottes. Jeden Tag, einschließlich Samstag gab es ca. 7 Stunden Unterricht/ Workshop/ Film…
Als Abschluss gab es dann am Sonntag einen Gottesdienst mit ca. 500 Teilnehmern, u.a. auch Leute aus der Regierung, Parlamentsabgeordnete, etc. und alle Dauerteilnehmer bekamen ein Anerkennungszertifikat überreicht.

Feier-01

Nach dem Gottesdienst ging es dann in einer langen und mehrstündigen Fahrt mit ca. 4 Buswechseln zurück nach Entebbe, wo am nächsten Tag mein Flug gehen sollte. Allerdings auf dem Flughafen angekommen hieß es, kein Flug bis in zwei Tagen. Nach längerem Hin- und Her mit der Fluggesellschaft, wurden wir 10 Leute, die es besonders eilig hatten dann schließlich doch auf Kenia Airways über Nairobi umgebucht, und landeten in Dar es salaam um 0.30 Uhr.

Der folgende Tag war gefüllt mit Einkäufen und Begegnungen mit guten Freunden, und am Tag drauf ging es wieder zurück nach Lushoto.
Seit dem hatte ich kurze Sprachkurse und einige durchreisende Gäste, sowie eine Woche volles Haus mit 20 Kurzzeitlern, die für ihr Zwischenseminar bei uns waren.
Unser Office-Bau geht polepole (langsam) weiter, so wie es das Wetter und  die Arbeiter, sowie die Verfügbarkeit des Baumaterials es erlauben.
Office-01
Wetter mäßig sieht es in Tansania gerade sehr unterschiedlich aus. In einigen Regionen wurde vorausgesagt, das es zu wenig Regen dieses Jahr geben wird, was somit dann schlechte Ernten und auch Hunger bedeutet. Andere Regionen wurden tw schon überflutet und auch von Hagelstürmen heimgesucht. So starben in der Kahama/Shinyanga Region über 42 Leute, auch Vieh, knapp 100 verletzt und ohne Obdach dort und auch in einer anderen Rufiji Region. Bei uns ist es außergewöhnlich heiß und trocken bisher.
Deborah hat am 25.01. ihren 16. Geburtstag gehabt und das in ihrer Familie auch groß gefeiert..  Ich habe am 12. März dagegen völlig „unbemerkt“ meinen 50. Geburtstag begangen…J Wie das eben in Afrika so ist….
Deborah-01
Momentan habe ich ein paar wenige ruhige Tage, d.h. es sind keine Gäste da und ich kann mich einigen Office-Angelegenheiten widmen. Wilson ist nach Masasi gefahren, um nach seinem Vater zu schauen, der sich einer Hernien Operation unterziehen muss.
Über Ostern haben wir dann wieder volles Haus und Mitte April werde ich wahrscheinlich für eine Woche nach Kenia-Nairobi  fahren, zu einer Konferenz und um einige Freunde zu sehen.
Vielen Dank Euch allen für Eure Verbundenheit und Gebete. Dieses Jahr braucht das Land Tansania besonders Gebet, es stehen Wahlen in der zweiten Jahreshälfte an und im Vorfeld gibt es bereits hier und da so einige Unruhen. Auch die Kriminalität steigt sichtlich, was Überfälle, Albino Morde und Al Shabab Bedrohungen betrifft… und es gibt in den letzten zwei Monaten extrem viele Verkehrsunfälle, oft Busse, die mit LKWs kollidieren, wo dann zum Teil fast alle Insassen ums Leben gekommen sind uvm. DANKE, wenn Ihr uns im Gebet weiter begleitet. Verkehrssicheres Reisen und auch friedliches Wohnen sind nicht unbedingt eine Selbstverständlichkeit. Als ich in Uganda war hatte auch eine Gruppe geplant bei uns nachts im Wohnhaus einzubrechen, wurde aber durch eine unserer Angestellten entdeckt, so das sie ihre Pläne letztlich nicht durchführen konnten.
Ansonsten aber geht es uns gut und wir freuen uns über jeden Gruß und Besuch von Euch.
Genug für heute, wir wünschen Euch Gottes Segen und Bewahrung, viele herzliche Grüße aus Tansania sendet Euch
Eure Mmole Family

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